Christoph Dostal betritt nicht die Bühne, er rutscht auf Ihr aus und fällt damit fast infs Publikum. Schuld daran ist das was ein Hund zurück gelassen hat, dass zentrale Thema des Abends: Hundekot, ein großes Problem in Wiener Stadtpark und jetzt auch noch auf der Bühne.
Die Verschmutzung der Tiere in der Natur, ein Mörder, der Hundekekse mit Nadeln garniert um das widerliche endlich zu beenden, eine Hundeschützerin, deren Engagement durch einen tödlichen Biß gestoppt wird und seltsame Figuren im Nachtclub „White Dogs“, sind die Inhalte von „Wie die Tiere“. Schauspieler und Tänzer Christoph Dostal schrieb den Erfolgsroman von Wolf Haas als Soloprogramm um und spielt und tanzt sämtliche Charaktere.
„Silentium“ und „Komm süßer Tod“ sind weitere Romane des österreichischen Kult-Autors Wolf Haas, die mit Josef Hader in der Hauptrolle verfilmt wurden.
Jetzt ist Dostal mit seiner zweiten Haas-Bearbeitung im In-und Ausland auf Tournee.
Seinen Deutschland-Auftritt, gab er am 29.05. im Dirk Rink Theater, Köln, während des Sommerblutfestival.
In der Stadt am Rhein spielte er zwei Jahre lang in der ARD-Vorabendserie „Verbotene Liebe“. Sein Leinwanddebüt gab er mit der Hauptrolle in „Ich Gelobe“ der 1994 für einem Oscar nominiert wurde, als „Bester ausländischer Film“.
Steven Spielberg engagierte ihn für seine Fernsehserie „Band of Brothers“, bei der Tom Hanks Regie führte.
Mit „Wie die Tiere“ führt Christoph Dostal seine internationale Karriere fort.
Die Bühnenadaptierung wird zur Zeit ins englische übersetzt um anschließend damit auf USA-Tournee zu gehen.
Jede Kultur hat ihren eigenen Humor. Die Kunst in Köln war es sicher, die aufgeschlossenen Rheinländer vom Wiener Schmäh zu überzeugen. Christoph Dostal performte den schwarzen Humor des Wolf Haas als 1 Mann Show. Die zehn Figuren in „Wie die Tiere“ spielte er durch verschiedene Akzente und körperliche Veränderungen. Tänzerische Elemente und Filmeinspielungen runden das Solo-Projekt in seiner Einzigartigkeit ab. Damit zeigt der Vollblut-Schauspieler und Tänzer seine Leidenschaft zur Bühne in dem er die Nähe zum Publikum sucht und findet.
Weitere Informationen auf http://www.christophdostal.com/
Bilder: http://www.vvg-koeln.de/
Bericht: Olaf Demmerling
