Interview mit Dustin Semmelrogge / Theater in Köln


Kleine Süchte…aholics eine therapeutische Komödie

nach Rene‘ Heinersdorff,

mit Martin und Dustin Semmelrogge, Simone Pfennig, Klaus Zmorek, Stefan Gebelhoff und Georgina Philp

Die einzig wirkliche Droge des Lebens ist das Leben selbst…

Vier Männer, vier süchtig machende Leidenschaften, vier Wochen Therapie…
Kleines Laster oder großes Problem? Die Grenzen zwischen einer Leidenschaft, einer Neigung oder eines Genusses einerseits und der Gefahr einer Abhängigkeit anderseits sind fließend. Vier Männer begeben sich freiwillig in eine vierwöchige Therapie um sich genau dieser Frage zu stellen. Darum geht es in der Theaterinszenierung von Renè Heinersdorff im ‚theater am dom‘, welches seine Uraufführung zuerst im ‚theater an der kö‘ in Düsseldorf feierte und seit dem 02. September und bis zum 14. November 2004 in Köln zu sehen ist. Renè Heinersdorff, Regisseur, Autor und auch selbst Schauspieler, ist jeden Freitag Abend in der RTL-Serie ‚Die Camper‘ zu sehen.

Das besondere an dieser Theaterinszenierung ist sicher, das Vater und Sohn Semmelrogge hier gemeinsam auf der Bühne stehen.

Martin Semmelrogge ist als Charakterdarsteller sehr bekannt geworden. In vielen Kriminalserien wirkte er mit, unter anderem in DERRICK, Alarm für Cobra 11, TATORT, Wolffs Revier, und in zwanzig Folgen von „Straßen von Berlin“.

Unvergessen auch seine Rollen in Fernsehklassikern wie „Vorstadtkrokodile“, „Tadellöser und Wolf“ und seine Rolle des Wachoffizier Schmitz in Wolfgang Petersens Verfilmung von „DAS BOOT“. In der erfolgreichen Kinokomödie „Bang, Boom, Bang“ stand er mit seinem Sohn Dustin vor der Kamera.

Dustin Semmelrogge, geboren am 23. Juni 2004, arbeitete bisher für das Fernsehen, in Produktionen wie „Großstadtrevier“, „Ärzteteam Nord“, „Unter Uns“ und in der RTL-Comedy „Ritas Welt“ bei RTL. Wir trafen den jungen Schauspieler nun um mit ihm über die Theaterinszenierung zu sprechen und wie es ist mit seinem Vater auf der Bühne zu stehen.


Hallo Dustin. In der Theaterinszenierung „KLEINE SÜCHTE“ spielst Du einen Menschen, der sich einer Therapie unterzieht. Beschreibe uns doch mal Deine Rolle.

Dustin Semmelrogge: Ich spiele den Kevin, einen 25 jährigen Personalberater. Sein Problem: Er ist sexsüchtig. Nach einem traumatischen Erlebnis mit einem Mädchen, hat er sich geschworen, dass ihn dies nicht wieder passiert. Seit dem flirtet er mit vielen Frauen und geht seinem Trieb nach. Außerdem gibt es ein Ermittlungsverfahren gegen ihn, darum muss er einfach in eine Therapie.


Stimmt es, dass Du damit Dein Theaterdebüt gibst?

Dustin Semmelrogge: Ja, das stimmt. Am ‚theater an der kö ‚ in Düsseldorf stand ich zum ersten mal richtig auf der Bühne. Ich habe zwar eine Schauspielschule besucht und auch vorher schon eine Theater AG und dort Theater gespielt, aber vor richtigem Publikum, in einem richtigen Theater zu spielen, ist für mich das erste mal.

Zu meinem Glück habe ich ja meinen Vater und hervorragende Kollegen an meiner Seite, das erleichtert mir die Situation.


Wie ist die Situation mit Deinem Vater Theater zu spielen?

Dustin Semmelrogge: Wenn wir auf der Bühne stehen sind wir Kollegen, dann sind wir nicht nur Vater und Sohn. Das sind wir schon privat. Wir verstehen uns super, wie zwei gute Kumpels, die gemeinsame Hobbys verbindet. Hier im Theater haben wir nun auch ein Arbeitsverhältnis.


Wer hatte die Idee zu einer gemeinsamen Theaterproduktion?

Dustin Semmelrogge: Ich bin aus Düsseldorf und habe mir viele Vorstellungen im ‚theater an der kö‘ angeschaut. Irgendwann traf ich Renè Heinersdorff und ich fragte ihn ob ich mal auf seiner Bühne mitspielen kann. Zusammen mit meinem Vater Martin trafen wir uns dann sehr oft um ein gemeinsames Stück für uns beide zu finden. Schließlich hat Renè für uns „KLEINE SÜCHTE“ geschrieben. Als er uns diese Geschichte vorstellte, wussten wir noch nicht, das er der Autor ist. Aber von dem Stück waren wir gleich begeistert.


War für Dich immer klar, dass Du Schauspieler werden möchtest?

Dustin Semmelrogge: Eigentlich dachte ich das schon als Kind. Klar ist dass irgendwie ein Traumjob… Schauspieler wollte ich schon immer werden. Als Kind bin ich oft monatelang als Cowboy herum gelaufen. Vom Rennfahrer und der Formel Eins habe ich auch immer geträumt.


Gibt es schon weitere Zukunftspläne, obwohl Ihr nun durch das Theater für ein halbes Jahr ausgebucht seid?

Dustin Semmelrogge: Wir sind jetzt erst mal ausgebucht und stehen jeden Abend auf der Bühne. Das ist natürlich toll, irgendwann ist es auch nicht mehr so anstrengend, weil man so in dem Stück und in der Rolle drin ist, dann lebt man das. Wir sind dadurch eine tolle Theatergemeinschaft, wie eine Firma oder in einer Schule. Du gehst zur Arbeit und triffst jeden Tag Deine Kollegen. Ich denke das wir hier viel Spaß haben werden. Die nächsten Monate möchte ich mich darauf sehr stark konzentrieren.


Auf der Bühne bekommst Du natürlich auch direkt die Reaktion der Zuschauer mit.

Dustin Semmelrogge: Ja natürlich, hier spüren wir direkt das Feedback vom Publikum. Das ist bestimmt auch großartig. Die unterschiedlichen Reaktionen sind spannend. Renè hat uns schon erzählt, dass bei einer Vorstellung die Zuschauer sicher mehr lachen und bei einer anderen sind die Leute vielleicht zurück haltender. Diese Atmosphäre werden wir auf der Bühne natürlich hautnah erleben. Bei einem Film erreicht uns das ja nicht.

Lieber Dustin Semmelrogge

Wir bedanken uns für dieses Interview und wünschen Dir und dem Ensemble mit der Theaterinszenierung viel Erfolg. Das ‚Theater am Dom‘ befindet sich in der Glockengasse 11 – 50667 Köln

Weitere Informationen über ‚Kleine Süchte…aholics‘ finden unsere Leser auch unter www.theaterszene-koeln.de. Die Vorstellungen finden täglich ab 20:00 Uhr statt, Samstags und Sonntags zusätzlich um 17:00 Uhr. Eintrittskarten sind unter der Telefonnummer 0221 – 258 01-53/54 zu erwerben. Informationen über Dustin Semmelrogge sind auf seiner Homepage www.dustin-semmelrogge.de zu lesen. Der Schauspieler wird von der Schauspielagentur Jondral betreut, siehe www.jondral.de

Interview by Olaf Demmerling

(c) Foto: Michael Stanullo

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