Das war die EQUITANA 2007 in Essen

Das war die Equitana 2007

Die ganze Welt der Pferde zu Gast in Essen

Events-und-trends Autorin Daniela Kasper war natürlich auch dabei.

Es ist der 16.03.07. Die Equitana nähert sich langsam dem Ende. In den frühen Morgenstunden erreichen wir das Messegelände in Essen, wo schon viele Menschen darauf warten, endlich in die Hallen stürmen zu können. Endlich ist es dann soweit. Heute steht die Equitana unter dem Motto: „Ponytag“. In Halle 6 ist ein ganztägiges Schauprogramm, das sich täglich an dem Motto des Tages orientiert. Deshalb gibt es heute den Ponykader zu bestaunen und um 17 Uhr eine Pony FEI Kostüm-Kür. Doch zuvor steht eine Rundreise durch die Hallen an.

In Halle 1 dreht sich alles zunächst um die Gesundheit des Pferdes. Viele Stände zum Thema „Fütterung“ kann man hier finden. Hier und da bekommt man für einen Euro auch Futterproben. Wer einmal wissen möchte, wie das Pferd überhaupt „funktioniert“, trägt sich in die unglaublich lange Warteliste derer ein, die das „begehbare Pferd“ sehen wollen. Das begehbare Pferd ist erst seit Kurzem auf der Equitana und führt den Besucher in das Innere eines Pferdebauches. Es ist wirklich sehr interessant, absolut realistisch dargestellt und zur Erklärung bekommt man einen Walkman mit. Hier hört man auch sämtliche Geräsuche, die so eine Pferdemittelhand produziert.

Wer überlegt Tiermedizin zu studieren, sollte sich auf keinen Fall einen Bereich entgehen lassen, in dem man sämtliche Arten von Verletzungen an echten Pferden demonstriert sieht. Hier findet man den inneren Aufbau eines gesunden Pferdebeines, abnormaler Fehlstellungen, Verletzungen, z.B. durch einen Stacheldrahtzaun und vieles mehr.

Man sollte sich auch nicht das sogenannte „Hufdorf“ entgehen lassen. Hier findet man eine interessante Entwicklung der Hufeisen, die schon vor tausenden Jahren Gang und Gebe waren.

Von Halle 1 gelangt man in die zweite Halle. Hier dreht sich alles um Ponyrassen, internationale Ponies und iberische Pferde. Ein wahres Highlight sind hier die „Kleinen“. So klein sie auch sein mögen, sie kosten wahres Geld, unter 4000 Euro bekommt man kein so genanntes Miniatur-Pferd. Man bekommt sie in drei Varianten: als Araber, als Appaloosa oder als Berber.

In der dritten Halle gibt es sehr viel zum Thema Stall- und Reitanlagenbau, Pferdetransporter und weitere Stalltechnik.

Weiter geht es durch die „Galerie“, in der man sich besonders viele Geländewagen ansehen kann, in die vierte Halle. Hier dreht sich alles um Gangpferde, Haflinger und Isländer. Zusammen mit den Isländern kann man sich natürlich auch über Reisen nach Island informieren.

Weiter geht es in die fünfte Halle. Hier bekommt man sämtliches Zubehör für Pferd und Reiter. Der Messepreis lockt die vielen Besucher dazu, mit ca. zehn Tüten oder mehreren ihre weiteren Runden zu drehen.

Nun erreichen wir Halle 6, doch wir umgehen diese zunächst und stürmen uns weiter in das Getümmel, das Richtung Halle 7 läuft. Hier dreht sich alles um das Westernreiten. Es gibt auch ein tolles Wanderreitdorf und viele Quarter Horses, Paints usw. zu bestaunen, die teilweise extra aus den USA angereist sind.

In der Halle 8 kann man endlich auch Hunge rund Durst stillen. Hier gibt es einen großen Cateringbereich mit den verschiedensten Angeboten.

Nach dieser kurzen Pause gehen wir weiter in die 9. Halle. Hier kann man alles zu dem Thema Stall- und Weidetechnik, Zaunsysteme und Reitbahntechnik finden. Sehr interessant sind die verschiedensten Reithallenböden, die man hier sogar selbst testen kann.

Nun geht es mit der Rolltreppe „bergauf“ in das Obergeschoss. Zuerst sieht man einen nahe zu riesigen Stand, wobei Stand wirklich untertrieben ist. Es handelt sich hierbei um den berüchtigten Holländer, der jedes Mal auf der Equitana die ausgefallensten Schabracken verkauft. Bei niedrigen Preisen kann man hier wirklich zuschlagen. Das gesamte Obergeschoss mit seinen vier Hallen dreht sich einzig und allein um Reitsportartikel. Wer bis hier hin noch nichts Passendes gefunden hat, wird spätestens hier fündig.
Nach einer langen, langen Reise durch das Obergeschoss erreichen wir schließlich die Rolltreppen, die uns hinunter in die Hallen 10 und 11 bringen. Hier geht es um die deutsche Warmblutpferdezucht, Ausbildung und Reitsport im Allgemeinen.
Zum Schluss sehen wir noch die 12. Halle, in der man noch einmal alles rund um das Pferd bekommt und vor allen Dingen Turnierbedarf.
Nach diesem anstrengenden Fußmarsch ist es soweit: Die Ponykür der Kl. L (FEI) beginnt.
Hier gibt es die besten deutschen Ponyreiter und deren Ponies zu sehen. Unter Anderem gab es hier Ponies wie „Going East“, „Top Nashville“, „Dynamite“ und „Dornick B“ zu bewundern. Die Kostüme waren sehr einfallsreich, von Dirty Dancing, über das Phantom der Oper, bishin zum Fluch der Karibik, die Musik übreinstimmte.  
Diese Kür war eine perfekte Einleitung in die deutschen Ponymeisterschaften im Juli in Freudenberg.

Wem nun Interesse geweckt wurde, kann sich auf die nächste Equitana freuen, die im Jahr 2009 wieder in Essen sein wird!

www.equitana.com

Bericht: Daniela Kasper

Print Friendly, PDF & Email