Mit der Premiere „Warten auf Godot“, dem Klassiker von Samuel Beckett, wurde am 01.09. um 20 Uhr die neue Spielzeit im theater der keller eröffnet. Damit beginnen an diesem Theater mit eigener Schauspielschule, in der Kölner Kleingedankstraße 6 andere Zeiten. Schauspieler wie Markus Klauk und Konrad Domann gehören jetzt zum festen Ensemble, außerdem hat Hanfried Schüttler die Direktion übernommen. Am 02. Oktober folgte um 23 Uhr die zweite Premiere: Schauspielabsolventin Annette Müller inszenierte ‚Loretta‘ von George F. Walker aus dem Zyklus Suburban Motel. Die Premiere ist der Pilot zur neuen Reihe ‚Theater Junger Keller‘ die im September und Oktober immer freitags und samstags um 23 Uhr für den Eintritt von Euro 9 gezeigt wird.
In ‚Warten auf Godot‘ geht es um nichts und trotzdem passiert sehr viel.
1952 von Samuel Beckett geschrieben, ein Jahr später im ‚Theatre de Babylon‘ in Paris uraufgeführt, wurde 1954 mit Heinz Rühmann an den Münchner Kammerspielen gezeigt. Nach 1968 und 1982 wird der Klassiker im kellertheater zum dritten Mal aufgeführt, jetzt also unter der Inszenierung von Herbert Wandschneider mit der Ausstattung von Sven Hansen.
Eine Landstraße, ein Baum, das ist dass zuhause von Wladimir (Konrad Domann) und Estragon (Markus Klauk). Zwei Helden, die keine sind, weil sie es im Leben zu nichts gebracht haben. Ihr Tagesablauf besteht aus WARTEN AUF GODOT. Ein Versuch, das Leben mit Sinn zu füllen, weil sie den Sinn ihres Daseins noch nicht gefunden haben. Schuhe, die nicht passen und zwei weitere merkwürdige Vagabunden, die ihren Weg kreuzen, sind Abwechselungen ihres tristen Alltags. Aber auch das vergeht wieder und so WARTEN sie weiter AUF GODOT.
In weiteren Rollen sind zu sehen: Johannes Janssen, Peter Schwab und Sören Messing. Gemeinsam überzeugte dass Ensemble sein Publikum mit schwierigen Dialogen am Premieren Abend.
„Warten auf Godot“ und verschiedene weitere Aufführungen stehen die nächsten Monate auf dem Programm. Am 03. November 2006 hat der neue Theater Direktor Hanfried Schüttler seinen großen Abend: Dann findet die Premiere zu Heinrich von Kleists ‚Amphitryon‘ statt, welches er selbst inszeniert hat.
Informationen auch unter www.theater-der-keller.de.
Bericht: Olaf Demmerling
Fotos: Hydra Productions

