Kelis / Kelis was here

Kelis war hier! Also zumindest wird sie bald da sein. Endlich! Schon im Januar hies es in Kelis persönlichem Blog „Mein Album ist fast fertig. Eigentlich ist es schon seit Monaten fast fertig, aber ich kann es einfach noch nicht veröffentlichen. Ich muss noch etwas hinzufügen..es muss einfach fabelhaft werden!“

Scheinbar gab es da so einiges an hin und her mit dem neuen Longplayer von Miss Rogers, denn es wird nicht nur immer wieder was hinzugefügt oder weggenommen, sondern auch geändert, was die R’n‘ B-Küche so hergibt, so sollte das gute Stück zuerst „The Puppeteer“ heißen, wurde dann aber doch, nach alter Graffitimanier, in „Kelis was here“ umgetauft. Dass sie nicht nur uns, sondern auch ihre Landsleute solange warten lässt, ist verständlich. Kelis (die früher übrigens in einer Band mit den Neptunes war) hatte bereits mit ihrer ersten Single „Caught out there“ bei den Clubgängern einen großen Stein im Brett, auch die Folgesingles „Good Stuff“ und „Get along with you“ waren überall auf der Welt ein Erfolg, überall außer in Amerika.

Der amerikanische Markt ignorierte „Kaleidoscope“ in einem solchen Maß, dass ihr nächstes Album „Wanderland“ nur in Europa und Asien veröffentlicht wurde. Das ist die alte Geschichte vom Prophet im eigenen Land und so musste Kelis in den Staaten erst mal ohne Ende das Mikro fressen, bevor sie die ihr gebührende Anerkennung auch zu Hause bekam.

Erst ihr drittes Album „Tasty“  und die erste Auskopplung „Milkshake“  schlugen in den Urban- und den Billboard-Charts ein. Diese Odyssee der Bestätigung hat wohl ihre Anforderungen an sich selbst sehr hochgeschraubt. Egal, stellt schon mal die Stereoanlagen auf richtig laut ein, denn  „Kelis was here“ wird die Bombe. Frisch, wild und mit vielen, neuen Beats meldet sich die eigensinnigste Künstlerin des R’n’B zurück. Unterstützt wird sie dabei von Größen wie ihrem Ehemann Nas, Will.i.am von den Black Eyed Peas und Hitproduzentin Linda Perry.

Aber nicht nur ihre Tunes haben sich verändert, nein, auch ihr Look bzw. ihre Locken wurden aufgehübscht, letztere fallen in ihrem neuen Video zur ersten Single „Bossy“, der Schere zum Opfer.

Das Ganze ist so eine Art „Salt n Pepa-Tributfrisur“, ansonsten ist das Video gewohnt sexy und chillig. Ich persönlich fand sie mit der wilden Mähne eigentlich um einiges anziehender, aber das ist ja nur optische Haarspalterei und tut dem Song samt Video keinen Abbruch.

Meine persönliche Meinung: das Warten hat sich gelohnt! Kelis klingt frischer und relaxter als je zuvor, also, kaufen!

Das neue Video und den neuen Look gibt es vorab schon mal auf ihrer Homepage: http://www.kelisonline.com.

Bericht: Danielle de Santiago

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