Der Deutsche Comedy Preis 2005

So viele Comedians und Witze auf einen Haufen gibt es wohl nur auf den jährlichen Verleihungen des Deutschen Comedy Preises.


Atze Schröder

, Moderator des abendlichen Spektakels, war witzig und charmant wie immer. So philosophierte er, zwischen den Verleihungen der einzelnen Preise, über Deutschland und wie nett doch alle Deutschen seien, über die Deutsche Nationalmannschaft, die er mit einem Swingerclub verglich und deutsche Erfindungen. Des weiteren zerbrach er sich seinen Struwwelkopf über Vorbilder und Nichtvorbilder in Deutschland und über Live Comedy. Zuletzt lies er es sich auch nicht nehmen ein paar Worte über den neuen Papst zu verlieren. Dieser sei seiner Ansicht nach der Sommer Hit schlechthin.

Die Laudatoren der Verleihung waren mindestens genauso gut drauf wie Atze und jeder brachte sein ganz eigenes Thema mit, über das er fachsimpelte.
Otto Waalkes, der erste Laudator des Abends, begann, passend zu dem Preis, den er überreichen durfte, sich darüber auszulassen, was denn ein Sketch sei. Nachdem er dies für sich festgelegt hatte, übergab er dem Team von
Bully & Rick

den Preis für die
Beste Sketch Show

. Das Team dieser Show freute sich sichtlich über ihren Preis, war es doch der erste den sie seit 6 Jahren bekamen.

Laudator zur Verleihung des Preises für
Beste Schauspieler/ Schauspielerin

war Rüdiger Hoffman. Dieser legte gleich zu Anfang eine Karateshow vom feinsten hin und nannte dann die Nomines diesen Preises. Trotz starker Konkurrenz von Wolke Hegenbarth, Sabine Pfeifer und Rick Kavanian, gewann
Christoph Maria Herbst

den Preis. Herr Herbst war so dankbar für diesen Preis, dass er gleich herausschrie GOTT LEBT und jemanden dafür dankte, dem er noch nie in seinem Leben gedankt hatte: SICH!

Bernhard Stelter, Laudator des Preises für
Beste Kino Komödie

brachte erst einmal eine Story über seinen Sohnemann im besten Jugenddeutsch hervor und konnte dann als erster den Gewinnern des Preises danken –
7 Zwerge – Männer allein im Wald

.
Die 7 Zwerge betraten die Bühne, nahmen ihren Preis entgegen und
Otto Waalkes

performte noch schnell zusammen mit dem Laudator einen Song „Veronika der Zwerg ist da“. Ansonsten waren die sonst so gesprächigen Zwerge ziemlich Wortkarg, denn außer dem Song kam nichts über ihre Lippen.

Der nächste Laudator, Bernhard Hoëcker, outete sich sogleich als Forscher in Sachen Danksagungen. Er brachte dem Publikum eine Aufstellung mit, an derer man sehen konnte, wem die Gewinner in der Vergangenheit alles gedankt hatten. Vielen Dank Herr Hoëcker, gut dies einmal zu wissen.

Der Preis für die
Beste Comedy Show

ging an
Oliver Pocher

. Herr Pocher freute sich über diesen Preis mindestens genauso wie über den Cometen, den er dieses Jahr schon mit nach Hause nehmen durfte und erwähnte ganz nebenbei, dass dies der erste Comedy Preis sei, den er bekommen hat.

Als nächstes durfte man Dieter Nuhr auf der Bühne begrüßen. Er war für die Ernennung der
Besten Komikerin

zuständig und brachte, auf Grund dessen, vorerst noch ein paar kleine Unterschiede zwischen Mann und Frau auf.
Gewonnen hat
Cordula Stratmann

die sich vor lauter Freude kaum einkriegte. Über beide Ohren strahlend ging sie nach vorne um ihren Preis entgegen zu nehmen und lächelte ständig weiter.

Der Preis für die
Beste Comedy Serie

wurde von Hennes Benderan übergeben. Dieser lies sich vorerst noch über die Deutsche Sprache und vor allem über das hochtrabende Beamtendeutsch aus und stellte klar, was er von genau diesem hält.

Atze Schröder

, der glückliche Gewinner diesen Preises, blieb erst einmal ganz erstaunt auf seinem Platz sitzen bis er sich in den Arm seiner Schauspielkollegin Heike Kloss einhakte und zusammen mit seiner Crew den Preis entgegen nahm. Laut seiner eigenen Aussage konnte er es kaum glauben und dankte vor allem den Autoren seiner Sendung, ohne die diese nicht möglich wäre.

Jürgen von der Lippe erschreckte wohl einige Zuschauer mit seinem unsittlichen Benehmen sein Kaugummi an den Podiumstisch zu kleben und verlieh dann den Preis für den
Besten Newcomer

. Diesen Preis durfte
Kurt Krömer

mit nach Hause nehmen. Dieser nahm den Mund bei der Dankesrede anfangs ein wenig zu voll, kommt davon wenn man meint das Mikro bis hinten in den Hals schieben zu müssen und bedankte sich dann bei seinen Eltern und anderen, die das aus ihm gemacht haben, was er heute ist.

Die neue Preiskategorie
Beste Impro Comedy

lies den Moderator Atze Schröder erst einmal darüber spekulieren was denn eine Impro Comedy sei und wer dazu gehöre-ganz klar der nächste Laudator Johann König.
Die Sendung
„Schillerstraße“

hing in dieser Kategorie ihre Konkurrenten „Genial Daneben“, „Dittsche“ und „Frei Schnauze“ ab und vor lauter Freude gratulierten sich die Darsteller erst einmal alle gegenseitig. Cordula Startmann bedankte sich im Namen aller für diesen Preis und betonte, dass sie auch diese Wahl für eine gute Entscheidung heißt.

Wie wird man überhaupt Komiker? Diese Frage stellte sich Atze Schröder auch bevor es daran ging den nächsten Preis zu verleihen.
Nach einigen Spekulationen über den Grund, welcher einen bewegt, sein Leben der Komik zu widmen, übergab Atze den Preis für den
Besten Komiker

an
Hape Kerkeling

. Hape war sichtlich stolz und bedankte sich ganz herzlich, wie sonst keiner diesen Abends, bei allen, denen er dies zu verdanken hat. Vor allem aber seinen Redakteuren, die er alle einzeln und dem Alphabet nach aufzählte.

Mirja Boes durfte den Preis für die
Beste Live Comedy

an
Mario Barth

übergeben und wurde von diesem erst einmal in den Arm genommen.
Mario Barth offenbarte allen, dass es diese Sendung ohne seine Freundin nicht gäbe, denn dann würde ihm der Stoff fehlen und bedankte sich somit auch recht herzlich bei eben dieser und selbstverständlich auch bei seiner Crew.

Wie es dem Körper ab dem 40. Lebensjahr ergeht, das bekam man nun noch von Atze Schröder zu hören, der damit auf sich selbst und den nächsten Laudator anspielte, mit dem er vieles gemeinsam hätte. Hape Kerkeling, zum zweiten Mal diesen Abends auf der Bühne, aber diesmal um den
Ehrenpreis

zu verleihen, durfte
Helge Schneider

auf die Bühne bitten. Sichtlich der Star des Abends, bekam er eine Standing Ovation vom feinsten und bedankte sich bei allen Menschen auf der Welt.

Mit der Verleihung diesen grandiosen Preises und ebenso phantastischen Comedians war die Veranstaltung dann auch schon ihrem Ende geneigt. Zum krönenden Abschluss bat Atze Schröder die Gewinner der Preise nochmals auf die Bühne und verabschiedete sich von den Leuten im Saal und zu Hause vor dem Fernseher.

Fotos:
www.pilt.de

www.german-cinema.de

AndrejKoymasky.com

imga.web.de

Bericht: Jennifer Weiland

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