{"id":3050774,"date":"2005-08-10T00:00:00","date_gmt":"2005-08-10T00:00:00","guid":{"rendered":""},"modified":"2005-08-10T00:00:00","modified_gmt":"2005-08-10T00:00:00","slug":"interview_katharina_schwarz","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.events-und-trends.de\/data\/interview_katharina_schwarz.html","title":{"rendered":"Deutscher Filmbeitrag beim internationalen Fantasy Filmfest!"},"content":{"rendered":"<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.events-und-trends.de\/data\/bilder\/olaf\/katharina2.jpg\" height=\"160\" align=\"left\">In Deutschland findet zur Zeit wieder das internationale Fantasy Filmfest statt. Die n&auml;chsten Stationen sind K&ouml;ln, Hamburg und Berlin, siehe auch <a href=\"http:\/\/www.fantasyfilmfest.com\" target=\"_blank\">www.fantasyfilmfest.com<\/a>. Bei den vielen Vorstellungen diverser Phantasie und Horrorfilmen, werden nur zwei deutsche Produktionen pr&auml;sentiert. Einer dieser Beitr&auml;ge nennt sich &#8222;Happy End&#8220; des Regisseurs Daniel Stieglitz, ein Film, der bereits gute Kritiken bekommen hat. F&uuml;r eine der m&auml;nnlichen Rollen konnte der junge Regisseur den Schauspieler Erwin Leder verpflichten, unter anderem bekannt aus &#8222;Das Boot&#8220; und &#8222;Schindlers Liste&#8220;. Die weibliche Hauptrolle der Ida &uuml;bernahm Schauspielerin Katharina Schwarz, die bereits eine beachtliche Karriere vorweisen kann. Von 1994 bis 2000 moderierte sie verschiedene TV Magazine wie X-Base, ein live Jugendmagazin im ZDF, es folgte Heart Attack, eine Singleshow auf TM3, Clubhouse auf DF1 und SAT1 und schlie&szlig;lich FILM AB auf VIVA, als Vorg&auml;ngerin von Jessica Schwarz.<\/p>\n<p>Gespielt hat Katharina schon seit 1997 im TV (z. B. &#8222;Aus gutem Hause&#8220;, &#8222;Ein Pfundskerl&#8220;, &#8222;Der Bulle von T&ouml;lz&#8220; u.v.m.). F&uuml;r ihre Ausbildung zur Schauspielerin in K&ouml;ln beendete sie ihre Moderationskarriere, und ging schlie&szlig;lich auch von dem Filmmagazin &#8222;FILM AB&#8220; bei Viva, um sich ganz auf die Schauspielschule einzulassen. Nach erfolgreichem Abschlu&szlig; der Schauspielschule zog es die K&uuml;nstlerin nach Berlin, wo sie seit dem singend und spielend auf diversen Theaterb&uuml;hnen stand und besonders im sozialen Bereich eigene Projekte in Sachen Regie realisierte. (Theaterregiedeb&uuml;t des eigenen St&uuml;ckes Mad-chen, 2 mal Tipp des Tages in den Stadtmagazinen Zitty und Tipp; 3 HipHop-Projekte mit  jungen vorbestraften M&auml;nnern, filmische Dokumentation &uuml;ber Sch&ouml;neberg 30 und deren kriminelle Jugend&#8230;). Zur Zeit konzentriert sich Katharina Schwarz wieder verst&auml;rkt um die eigene Schauspielerei, allerdings nicht ohne ein paar &#8222;Herzensprojekte&#8220; weiter zu f&uuml;hren: die Fertigstellung ihres Romans &#8222;Besser als Liebe&#8220; (&uuml;ber das Gef&uuml;hlswirrwarr einer werdenden Frau), der auch verfilmt werden soll, ein M&auml;dchenhiphop Projekt, in dem misshandelte M&auml;dchen MUT auf Leben machen, und ein Projekt gegen sexualspezifische Ungerechtigkeiten wie Zwangsverheiratung. <\/p>\n<p>Im TV sah man die viel besch&auml;ftigte K&uuml;nstlerin zuletzt im April in der &#8222;SOKO K&Ouml;LN &#8211; Der Totschl&auml;ger&#8220; (Regie Kai Pieck) in der Hauptrolle Britta Schwertfeger, die Hauptverd&auml;chtige, sowie in &#8222;GRO&szlig;STADTREVIER&#8220; als Hauptverd&auml;chtige (Regie Lars Jessen). <\/p>\n<p>Nun folgt der Auftritt im Horrorfilm &#8222;Happy End&#8220;, parallel dazu l&auml;uft in Toronto der kanadische Film &#8222;The Tourist&#8220;, in der sie auch die Hauptrolle spielt und der f&uuml;r mehrere Film Feste in Nordamerika und Kanada eingeladen wurde. <\/p>\n<p>Wir trafen Katharina Schwarz nun zu einem Interview. <\/p>\n<p><b><br \/>\nHallo Katharina. Was passiert in &#8222;Happy End&#8220;? Welche Geschichte wird da erz&auml;hlt? <\/b><br \/>\n<\/p>\n<p>&#8222;Happy End&#8220; erz&auml;hlt die Geschichte eines einst angesagten jungen Schriftstellers auf der Suche seines verloren gegangenen Erfolges. Den Ausweg aus seiner Verzweiflung findet er, als er in eine schreckliche Geschichte verwickelt wird, und so von seinem eigenen Problem abgelenkt, sich um andere k&uuml;mmernd schlie&szlig;lich doch zu gew&uuml;nschtem Erfolg kommt. <\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.events-und-trends.de\/data\/bilder\/olaf\/katharina3.jpg\" height=\"160\" align=\"right\"><br \/>\n<b><br \/>\nBeschreib uns doch mal Deine Rolle!? <\/b><br \/>\n<br \/>\nIch spiele Ida, die Freundin des Schriftstellers, deren Weltbild auf Erfolg aufgebaut ist. Auf den ersten Blick hat Ida ihr Leben im Griff, w&auml;re da nicht das pl&ouml;tzliche Versagen ihres einst so total angesagten Freundes Leo, mit dem sie offensichtlich gl&auml;nzen wollte, und es gar nicht mehr so toll findet, dass Leo pl&ouml;tzlich voller Angst, Druck und Geldsorgen steckt. Andererseits ist das mit Leo f&uuml;r sie doch mehr als sie sich zugestehen will, und ihn so leiden zu sehen ber&uuml;hrt sie wirklich. Hin und her gerissen zwischen der Hoffnung, dass doch noch alles gut wird und der Kapitulation vor Leos Selbstaufgabe verl&auml;sst sie schlie&szlig;lich &#8222;das sinkende Schiff&#8220;&#8230;<\/p>\n<p><b><br \/>\nWie hast du diese Rolle bekommen? Wie muss man sich das Casting zu einem Horrorfilm vorstellen? <\/b><br \/>\n<\/p>\n<p>&#8222;Happy End&#8220; ist kein Splatterfilm, und der Regisseur hat uns Schauspieler nicht auf &#8222;Gruseltauglichkeit&#8220; oder so gepr&uuml;ft, wobei ich tats&auml;chlich schon mal f&uuml;r einen amerikanischen Fantasy-Moovie auf einem Casting gegen blutr&uuml;nstige Luftgegner ank&auml;mpfen musste, was ich eher zum kaputt lachen fand. Hier hat sich Daniel diverse B&auml;nder angesehen, sein Buch geschickt, sich mit Schauspielerinnen getroffen, viel geredet und sich f&uuml;r mich entschieden. <\/p>\n<p><b><br \/>\nIst die Atmosph&auml;re bei einem Horrorfilm auch sehr gruselig? Oder geht es da eher lustig zu? <\/b><br \/>\n<\/p>\n<p>Wir haben &#8222;Happy End&#8220; in einem alten Haus in Bayern gedreht, und nachts in der gruseligen Deko, die fast vollst&auml;ndig in das alte Haus geh&ouml;rte, h&auml;tte ich nicht alleine sein wollen. Der Vollmond, die Stimmung, das Licht und die gruselige Idee der Geschichte haben es mir leicht gemacht mich zu f&uuml;rchten. Ich war froh, dass vieles davon am Tag gedreht wurde. Es ist schon ein besseres Gef&uuml;hl nach so einer Szene raus zu gehen und alles ist wieder hell und freundlich. Danach wollte ich nicht nachts alleine im Hotel sein. <\/p>\n<p><b><br \/>\nWie lange habt ihr an dem Film gedreht? Und hast du den fertigen Film auch schon gesehen?<\/b><br \/>\n<br \/>\nIch war ungef&auml;hr 2 Wochen mit am Drehort. Die gesamten Dreharbeiten gingen aber l&auml;nger. <\/p>\n<p><b><br \/>\nDas Genre Horrorfilm wird in Deutschland noch nicht oft bedient. Ist es m&ouml;glich, hier gute Horrorfilme zu produzieren?<\/b><br \/>\n<\/p>\n<p>Ich finde, das junge Team hat wirklich professionelle Arbeit geleistet. Damit ein Horrorfilm nicht platt wird braucht man neben einer richtigen Handlung vor allem gutes Licht und Bilder die beleben. Da das Team fast in diesem Haus lebte und sich f&ouml;rmlich darin verk&uuml;nstelte (der Lichtmann bastelte abenteuerliche Lichtquellen, der Kameramann ging weit &uuml;ber das Ende seiner Kr&auml;fte um viel echte Nachtstimmung zu erfassen, alle halfen und dachten mit und in den Pausen spielte der Regisseur Gitarre&#8230;.ein Dreh, wie ich ihn mir immer gew&uuml;nscht hatte) kommt das wohl irgendwie r&uuml;ber. <\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.events-und-trends.de\/data\/bilder\/olaf\/katharina5.jpg\" height=\"160\" align=\"left\"><b><br \/>\nInteressiert dich als Schauspielerin das Genre Horror, welche Rollen spielst du gern? <\/b><br \/>\n<br \/>\nEigentlich mag ich &uuml;berhaupt keine Horrorfilme. Als ich das Buch zum ersten Mal las, war ich von meiner Rolle Ida und ihrem Verh&auml;ltnisse zu Leo so angetan, dass ich erst mal nicht weiter &uuml;ber den Horroraspekt des Filmes nachdachte. Ida merkt ja auch im Film nicht wirklich sofort, dass es gruselig ist. Ich habe mir sagen lassen, dass der Film echt gruselig sein soll, was mich freut und nicht freut, weil ich selbst gruseln doof finde. Bin halt ein alter Angsthase. <\/p>\n<p><b><br \/>\nWas war Dein erster Gedanke, als man dir diese Rollen angeboten hat und wo lag da die Herausforderung?<\/b><br \/>\n<br \/>\nZuerst habe ich das  ganze gar nicht richtig ernst genommen. Als ich dann das Buch las, sah ich eine tolle Herausforderung in Idas Zerbissenheit. Ich habe mich erst sehr sp&auml;t beim Regisseur gemeldet, und der wollte eigentlich schon gar nicht mehr mit mir drehen weil ich mich so lange nicht gemeldet hatte. Als wir dann lange pers&ouml;nlich Gespr&auml;che f&uuml;hrten, war es dann klar, dass wir das zusammen machen wollen. <\/p>\n<p><b><br \/>\nWas sind Deine n&auml;chsten Projekte?<\/b><br \/>\n<\/p>\n<p>Gerade l&auml;uft der Film &#8222;The Tourist&#8220; auf diversen Festivals in Kanada. Internationale Projekte reizen mich schon sehr, aber eigentlich m&ouml;chte ich am liebsten von uns Deutschen erz&auml;hlen. Eines meiner Projekte ist die Verfilmung meines Buches &#8222;Besser als Liebe&#8220;, in dem es &uuml;ber die ganz normale Verr&uuml;cktheit einer jungen Frau in Deutschland geht. Liebend gerne w&uuml;rde ich auch eine Geschichte wie die meiner Gro&szlig;mutter spielen, die mit ihren f&uuml;nf Kindern aus Breslau floh im Krieg, jeden Tag einen Brief an ihren Mann schreibend, immer auf  das positive achtend, unersch&uuml;tterlich ehrlich und stark. Jetzt spiele ich erst mal mit einer Hand voll sehr guter Schauspieler eine Woche nonstop&#8230;.mal sehen was dann kommt&#8230; <\/p>\n<p><b><br \/>\nWarum bist du nach einer erfolgreichen Moderationskarriere Schauspielerin geworden?<br \/>\nWas magst du an Deinem Beruf?<\/b><br \/>\n<\/p>\n<p>Ich war begeistert von der Schauspielerei &#8211; mehr als von der Moderation &#8211; vor allem, weil ich als Schauspielerin eine gr&ouml;&szlig;ere k&uuml;nstlerische Entfaltungsfreiheit gesehen habe, und mehr Spiel, Spa&szlig; und Leichtigkeit. Moderation machte viel Spa&szlig;, aber zu spielen hatte ich einfach mehr Lust. Die Schauspielschule zeigte mir dann auch den Ernst der Schauspielerei insofern, als dass ich nicht die M&ouml;glichkeit bekam beides gleichzeitig zu machen (im tiefen Prozess einer Schauspielausbildung mal eben zweimal die Woche nach London fliegen um auf  Premieren Partys Interviews mit Stars zu machen war der Demut vor dem Beruf, den man uns mit zu geben versuchte, nicht gerade f&ouml;rderlich. <\/p>\n<p>Ich sehe mich heute als Schauspielerin als eine Schraube des gesamten Filmes, der aus ganz vielen kleinen Schr&auml;ubchen besteht. Keine ist wichtiger oder unwichtiger als die anderen; wenn eine Schraube fehlt funktioniert gar nix mehr. Im Theater sagt man ja auch das Ensemble ist immer so stark wie sein schw&auml;chstes Glied. Ich liebe es, in einem Ensemble, einer Gemeinschaft zu arbeiten, wie ich sie nur bei Schauspielerin gefunden habe. Au&szlig;erdem hatte ich auch einfach Lust auf das Abenteuer Reise ins Innere der Katharina Schwarz &#8211; und dahin gehe ich immer wieder &#8211; bei jeder neuen Rolle. <\/p>\n<p>Liebe Katharina Schwarz, wir w&uuml;nschen dir f&uuml;r Deine Filmprojekte und Deiner weiteren Karriere alles Gute und viel Erfolg. &#8222;Happy End&#8220;  wird zu folgenden Terminen beim Fantasy Film Fest gezeigt: <\/p>\n<p>14. August \u2013 K&ouml;ln, 17 Uhr Cinedom \/ Kino 6<br \/>\n19.August &#8211;   Hamburg, 21 Uhr 15 Cinemaxx \/ Kino 2<br \/>\n22.August \u2013 Berlin, 17 Uhr, Cinemaxx\/ Kino 6<\/p>\n<p>Fotos von Katharina Schwarz von John Maibohm \/ Berlin.<br \/>\nInterview by Olaf Demmerling<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In Deutschland findet zur Zeit wieder das internationale Fantasy Filmfest statt. Die n&auml;chsten Stationen sind K&ouml;ln, Hamburg und Berlin, siehe auch www.fantasyfilmfest.com. 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