{"id":3050363,"date":"2004-12-30T00:00:00","date_gmt":"2004-12-30T00:00:00","guid":{"rendered":""},"modified":"2004-12-30T00:00:00","modified_gmt":"2004-12-30T00:00:00","slug":"lostprophets2004","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.events-und-trends.de\/data\/lostprophets2004.html","title":{"rendered":"Lostprophets &#8211; Dublin, Ambassador Theatre, 27.11.04"},"content":{"rendered":"<p>Die Geschichte der lostprophets liest sich wie aus einem M&auml;rchen: stammend aus dem kleinen &Ouml;rtchen Pontypridd nahe Cardiff in South Wales (genauer? -> Pampa) wurde das Sextett nach nur einem Album 2001 zum neuen Stern am Metal-Core-Himmel. Nun, 3 Jahre sp&auml;ter, nach Ver&ouml;ffentlichung des 2. Longplayers &#8222;Start Something&#8220; sind sie DIE neuen Superstars der  nach Aussagen von S&auml;nger Ian Watkins britischen <i>&#8222;post-nu-screamaemuhipstermetalcorepunk, with a bit of jazz flute &#8222;<\/i>-Szene.<\/p>\n<p>Aber leider nur dort. Hierzulande z&auml;hlen sie noch zu den Underdogs, auf gut deutsch &#8222;Geheimtips&#8220;, und werden hoffentlich mit der n&auml;chsten Welle britischer Musik endg&uuml;ltig eingeschwemmt. <\/p>\n<p>Nach meinen nunmehr 3 Gigs in Deutschland, reichend von &#8222;Wow, wer sind denn die??&#8220; (Rock am Ring \u201904) &uuml;ber &#8222;Gott, waren die bei RaR auch so schlecht?&#8220; (K&ouml;ln, Live Music Hall, 8.11.04) bis hin zu &#8222;Wow, irre!! Das waren schon die selben gestern, oder?&#8220; (Frankfurt, Batschkapp, 9.11.04) hab ich mich von den unglaublich &uuml;berschw&auml;nglichen britischen live Reviews beeinflussen lassen und meinen Flieger nach Dublin, eine Woche vor Stichtag gebucht. (Es leben die Billigflieger!) <\/p>\n<p>Und ich wurde nicht entt&auml;uscht! Mussten wir uns in Deutschland mit einer recht mageren 10 Song &#8222;starken&#8220; Setlist begn&uuml;gen und die Jungs ohne Zugabe nach knappen 50min von der B&uuml;hne ziehen lassen, lieferten sie in Dublin eine grandiose Show ab: <\/p>\n<p><center><i>~So here we go again<\/p>\n<p>Another time, but it feels the same~<\/i><\/center><\/p>\n<p>War es hierzulande noch ein recht merkw&uuml;rdiges &#8222;Back to the Future&#8220; Intro, er&ouml;ffnete nun ein Piano Solo von Keyboarder\/Screamer Jamie Oliver die knapp 75 min&uuml;tige Powershow. Die ersten 3 Songs (To Hell we ride, We are Godzilla, you are Japan, Shinobi Vs Dragon Ninja) brachten sowohl Publikum als auch Band m&auml;chtig ins Schwitzen. S&auml;nger Ian Watkins dominierte die Menge mit einer unglaublichen B&uuml;hnenpr&auml;senz, h&uuml;pfte und sprang ununterbrochen und traf dennoch jeden einzelnen Ton. Auch der Rest der Band stand dem in nichts nach. Selten, mit Ausnahme von Drummer Mike Chiplin, blieben die Jungs l&auml;nger als 10 Sekunden ruhig auf einem Platz stehen. <\/p>\n<p>Wie zu erwarten, ernteten aber die Hitsingles &#8222;Last Train Home&#8220;, &#8222;Wake up (make a move)&#8220;,  und der neue UK Release &#8222;Goodbye Tonight&#8220;, mit ihren eing&auml;ngigen, zum mitsingen ansteckenden Refrains die besten Reaktionen der Menge. <\/p>\n<p>Mit eine r&uuml;hrenden Ansprache &uuml;ber &#8222;Vergesse niemals deine Freunde und woher du kommst&#8220; leitete Watkins den Gute-Laune Hit &#8222;Last Summer&#8220; ein. Quasi frisch im Ruhrpott lebend und jetzt einsam gestrandet im fernen Irland, war ich -zugegeben- recht ger&uuml;hrt. <\/p>\n<p>Neben vielen &#8222;Talk-Passagen&#8220; zwischen den Songs und unerm&uuml;dlicher Publikumsanimation seitens der Band erwartete uns ein Paradebespiel f&uuml;r die Interaktion zwischen Band und Publikum bei &#8222;I don\u2019t know&#8220;. Nach nicht enden wollenden &#8222;Take your shoes of!&#8220; Rufen der Menge grinste  Watkins schelmisch :&#8220;Take what off, take my shoes off? Alright. I&#8217;m doing this song with no shoes on.&#8220; Die Menge war zufrieden, die Band belustigt &#8211; kurzum, eine gelungene Slapstickeinlage Watkins\u2019. <\/p>\n<p>Beendet wurde die fulminate Show mit der 1. Singleauskopplung &#8222;Burn Burn&#8220;, die ein absoluter &#8222;Brenner&#8220; live ist. <\/p>\n<p>Kleiner Wehrmutstropfen: sind wir Deutschen noch in den Genuss weitere Songs des 1. Albums &#8222;The Fake Sound of Progress&#8220; wie &#8222;Five is a four letter word&#8220; oder, die nach Aussagen von S&auml;nger Watkins &#8222;live Premiere&#8220; des B-Side Songs &#8222;Push out the Jive bring in the Love&#8220;, gekommen, mussten sich die Iren mit den ersten beiden Singles &#8222;Shinobi Vs Dragon Ninja&#8220; und dem titelgebenden &#8222;Fake Sound of Progress&#8220; begn&uuml;gen. <\/p>\n<p>Leider gab es auch hier, wie in Deutschland keine Zugabe, aber es war definitiv einer der besten live Gigs, den ich je miterleben durfte. Auch der Rest des Publikums schien zufrieden, als sie sich mit schmerzenden Beinen und heiseren Kehlen auf den Heimweg machten. <\/p>\n<p><center><i>~It&#8217;s so good like this, these are times we&#8217;ll miss <\/p>\n<p>The memories, I hope they&#8217;ll never fade~<\/i><\/center><\/p>\n<p>Bericht: Daniela Falkenstein<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Geschichte der lostprophets liest sich wie aus einem M&auml;rchen: stammend aus dem kleinen &Ouml;rtchen Pontypridd nahe Cardiff in South Wales (genauer? -> Pampa) wurde das Sextett nach nur einem Album 2001 zum neuen Stern am Metal-Core-Himmel. 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