{"id":3050188,"date":"2004-09-27T00:00:00","date_gmt":"2004-09-27T00:00:00","guid":{"rendered":""},"modified":"2004-09-27T00:00:00","modified_gmt":"2004-09-27T00:00:00","slug":"interview_danilo_galke2004","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.events-und-trends.de\/data\/interview_danilo_galke2004.html","title":{"rendered":"Interview mit Danilo Galke"},"content":{"rendered":"<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.events-und-trends.de\/data\/bilder\/olaf\/danilo_portrai.jpg\" height=\"160\" align=\"left\">&#8222;Tief in Deinem Inneren wei&szlig;t Du doch eigentlich was Du werden m&ouml;chtest. 90% aller Menschen machen nicht das was sie wirklich wollen und sind daher ungl&uuml;cklich. Riskiere doch mal was im Leben:&#8220; <\/p>\n<p>Nachdem wir vor einiger Zeit Gerrit Winter begegneten, fragten wir uns was aus den anderen RTL2 FAME ACADEMY Studenten geworden ist. Sicher werden sich noch einige Leser daran erinnern, dass es sich dabei nicht um eine der &uuml;blichen Castingshows handelte. In der FAME ACADEMY wurden K&uuml;nstler mit langj&auml;hriger Erfahrung in den Bereichen Tanz, Gesang und Musical durch professionelle Dozenten weitergebildet. Die Leitung hatte Kim Moke &uuml;bernommen, die auch Leiterin der bekannten Hamburger Stage School of Music, Dance and Drama ist. Nun trafen wir auch Danilo Galke. Der K&uuml;nstler hat nicht nur eine Ausbildung in Tanz, Schauspiel und Gesang, sondern bereits viele Engagements in bedeutenden Musicals wie MAMMA MIA, Buddy Holly, Tabaluga und Lili vorzuweisen. Seit einiger Zeit ist er sehr erfolgreich mit seinen Swingabenden im Rostocker Hof in Ludwigslust. Weitere Informationen sind dar&uuml;ber auf seiner Homepage <a href=\"http:\/\/www.danilogalke.de\" target=\"_blank\">www.danilogalke.de<\/a> zu lesen und zu h&ouml;ren, unter der Rubrik SONGS.<\/p>\n<p>In einem ausf&uuml;hrlichen Gespr&auml;ch erz&auml;hlte uns Danilo dar&uuml;ber mehr. Nat&uuml;rlich fragten wir ihn auch &uuml;ber seine Zeit in der FAME ACADEMY&#8230; <\/p>\n<p><b><br \/>\nHallo Danilo.<\/p>\n<p>Seit einiger Zeit bist Du sehr erfolgreich mit Deinen Swingabenden in Ludwigslust. Erz&auml;hl uns doch mal wie und wann Du diesen Musikstil f&uuml;r Dich entdeckt hast. <\/b><\/p>\n<p>Nach Beendigung der &#8222;Fame Academy&#8220; wollte ich andere Musikrichtungen ausprobieren und nicht mehr nur Popsongs singen. Als ich die Swingversionen von Robbie Williams h&ouml;rte, dachte ich sofort &#8222;Hey, das klingt ja gar nicht mal so schlecht, probiere das doch selbst mal aus&#8220; . Also setzte ich mich mit meinem besten Freund David Harrington zusammen, der Musiker ist und wir haben einen uralten Swingklassiker gesungen namens Autumm Leaves. So erarbeiteten wir f&uuml;r uns ein Programm das uns gefiel. <\/p>\n<p><b><br \/>\n&#8230;Und das hast Du dann dem Uwe vom Rostocker Hof angeboten? <\/b><\/p>\n<p>Nein, das war genau umgekehrt. Uwe hat mir in die &#8222;Fame Academy&#8220; einen Brief geschrieben. Darin stand, das er ein Restaurant besitzt und er sich w&uuml;nscht, das ich dort mal auftrete. Nach der Academy habe ich den Kontakt zu ihm aufgenommen und daraus ist eine gute Zusammenarbeit entstanden. Unsere Swingabende finden nun alle sechs Wochen statt, die n&auml;chsten Termine sind am 18. September und am 30. Oktober, immer an einem Samstag. <\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.events-und-trends.de\/data\/bilder\/olaf\/danilo.jpg\" height=\"160\" align=\"right\"><b><br \/>\nEigentlich kommst Du doch von den gro&szlig;en B&uuml;hnen und hattest bereits Engagements in erfolgreichen Musicals. Wie ist das f&uuml;r Dich nun vor kleinem Publikum aufzutreten? <\/b><\/p>\n<p>Ich finde es schwerer aber auch besser. Auf der gro&szlig;en B&uuml;hne bist Du immer sehr anonym. Du hast viel Licht, es ist dort oben sehr laut und es sind viele Menschen da. Also vieles, was Dir eine Entfernung zum Publikum schafft. Aber wenn Du mit Klavierbegleitung vor ca. 50 Leuten auftrittst, kannst Du diese Menschen alle gut sehen, weil sie alle sehr nah an Dir dran sind. Du siehst ihre Reaktionen. Es ist viel schwieriger 50 Leute zu begeistern als 5000. In diesem kleinen Rahmen finde ich die Atmosph&auml;re aber viel pers&ouml;nlicher und intimer, das gef&auml;llt mir gut. F&uuml;r die Zuschauer ist es etwas besonderes und f&uuml;r mich auch. <\/p>\n<p><b><br \/>\nWolltest Du schon immer einen k&uuml;nstlerischen Beruf aus&uuml;ben? <\/b><\/p>\n<p>Ich bin im Kunstgewerbe gro&szlig; geworden. Meine Eltern haben im Variete getanzt, darum habe ich selbst bereits mit zehn Jahren angefangen zu tanzen. Mit meiner Schulklasse habe ich damals an einer Sendung des DDR-Fernsehens teilgenommen. Wir haben den `Tanz der Au&szlig;erirdischen `aufgef&uuml;hrt, das hatte mir sehr viel Spa&szlig; gemacht. Dadurch bin ich auf die Palucca-Tanzschule aufmerksam geworden. Nach der dortigen Aufnahmepr&uuml;fung konnte ich ein achtj&auml;hriges Tanzstudium anfangen. So bin ich mit zehn Jahren von zuhause ausgezogen und habe angefangen klassisch-modernes Ballett zu studieren. Als nach zwei Jahren die Mauer fiel, wusste niemand wie es weitergehen wird. Wir stellten uns die Frage, ob die Schule staatlich bleibt oder ob daraus ein privates Institut wird. Ich bin zu meinen Eltern zur&uuml;ck gegangen und wir sind nach Hamburg gezogen. <\/p>\n<p><b><br \/>\nLass uns &uuml;ber diese Tanzausbildung in Dresden sprechen. Sportler haben in der ehemaligen DDR oft gewisse Privilegien genossen, wie z.B. Kati Witt. Hast Du davon auch etwas in diesem Tanzinternat gesp&uuml;rt? <\/b><\/p>\n<p>Nach der bestandenen Aufnahmepr&uuml;fung wurde uns schon gesagt das diese Ausbildung<br \/>\netwas ganz besonderes ist, wof&uuml;r wir aber auch hart arbeiten m&uuml;ssen. Die haben uns tats&auml;chlich gesagt, das wir dadurch etwas besonderes sind. Nat&uuml;rlich hat Dir das mit Deinen zehn Jahren ein ganz anderes Selbstbewusstein gegeben. Ich sp&uuml;rte da schon gewisse Privilegien. Als ich sp&auml;ter eine private Schule in Hamburg besuchte, sind mir die Unterschiede nat&uuml;rlich aufgefallen. Das war mit der Internatschule nicht zu vergleichen. Manche Studenten haben einfach die falsche Einstellung. Du kannst kein Tanzstudium beginnen mit dem Gedanken `Ich will ein Star werden` um dann &uuml;ber unwichtige Dinge zu diskutieren. Ich hatte mit zehn Jahre ein achtj&auml;hriges Studium angefangen und dabei eine ganz andere Disziplin erlernt. Tanzen erfordert nicht nur einmal in der Woche zu trainieren, sondern vier mal am Tag. Wenn jemand mit 15 Jahren erst damit anf&auml;ngt, ist das schon viel zu sp&auml;t. <\/p>\n<p><b><br \/>\nWie verlief Dein Weg nach dem Umzug nach Hamburg weiter? <\/b><\/p>\n<p>Ich bin zuerst auf eine normale Schule gegangen um mein Abitur zu machen, vom Showbusiness wollte ich erst mal nichts mehr wissen. Nach der Schule plante ich eine kaufm&auml;nnische Ausbildung um Geld zu verdienen. In der elften Klasse musste ich ein Praktikum in einer sozialen Einrichtung machen und ich ging in ein Behindertentagesheim. Dort begegnete ich einem Musiker, der mit den Behinderten arbeitete. In einem sehr intensiven und ausf&uuml;hrlichen Gespr&auml;ch motivierte er mich doch wieder den k&uuml;nstlerischen Weg einzuschlagen. &#8222;Tief in Deinem Inneren wei&szlig;t Du doch was Du eigentlich werden m&ouml;chtest. 90% aller Menschen machen nicht das was sie wirklich wollen und sind daher ungl&uuml;cklich. Riskiere doch mal was im Leben!&#8220; sagte er mir. Diese S&auml;tze haben mich sehr gepr&auml;gt. Ich habe diesen Menschen nie wieder gesehen, sehr seltsam&#8230; <\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.events-und-trends.de\/data\/bilder\/olaf\/danilo_ganz.jpg\" height=\"160\" align=\"left\"><b><br \/>\nUnd ganz offensichtlich hast Du seinen Rat befolgt&#8230; <\/b><\/p>\n<p>Ja, ich habe dann an Talentwettbewerben teilgenommen und ein privates Studium im Bereich Tanz, Schauspiel und Gesang gewonnen. Meine ersten Engagements hatte ich danach als Ensemblet&auml;nzer bei Buddy Holly in Hamburg und Tabaluga und Lili in Oberhausen.<br \/>\nSp&auml;ter stand ich auch als Schauspieler auf der B&uuml;hne, in der Inszenierung &#8222;Swinging St. Pauli&#8220; hier in Hamburg. Danach kam das Premierencasting zu &#8222;MAMA MIA&#8220; bei dem ich wieder als Ensemblet&auml;nzer engagiert wurde und danach kam die &#8222;FAME ACADEMY&#8220;. <\/p>\n<p><b><br \/>\n&Uuml;ber die FAME ACADEMY m&ouml;chte ich mich sehr gern mit Dir unterhalten. Warum hast Du Dich dort beworben? <\/b><\/p>\n<p>Ich fand die Idee gut, nicht wieder eine Castingshow zu machen, sondern den Menschen zu zeigen, wie der Alltag aussehen kann, um es bis auf die B&uuml;hne zu schaffen. Dazu geh&ouml;rt mehr als nur der Gedanke `Ich sehe s&uuml;&szlig; aus, stelle mich auf die B&uuml;hne und singe jetzt einfach mal!` Bei den Castingshows im Fernsehen h&auml;tte ich gerne mal gesehen wie die K&uuml;nstler an ihren Songs arbeiten, wie viel Zeit sie daf&uuml;r haben und wie die B&uuml;hnenshows vorbereitet werden. <\/p>\n<p><b><br \/>\nBist Du zufrieden mit Deiner Zeit in der &#8222;Fame Academy&#8220;? <\/b><\/p>\n<p>Ich h&auml;tte mir viel mehr technisches Tanztraining gew&uuml;nscht und &uuml;berhaupt mehr k&ouml;rperliches Training. <\/p>\n<p><b><br \/>\nIch nehme an, das der Zeitdruck sehr gro&szlig; war. Man hat versucht, Euch in einer Woche sehr viel beizubringen, plus die Vorbereitungen auf die Liveshows&#8230; <\/b><\/p>\n<p>Was der Zuschauer auch nicht gesehen hat, war nat&uuml;rlich, das dahinter sehr viel Logistik und Technik steckt. Die Kamerapositionen wurden gecheckt und andere Dinge ausprobiert und vorbereitet. Das bedeutete f&uuml;r uns nat&uuml;rlich immer eine Freilaufzeit, denn schlie&szlig;lich brauchten wir auch unsere Pausen. Es sind daher tags&uuml;ber mehr Dinge passiert, die der Zuschauer nicht gesehen hat. Trotzdem h&auml;tte ich mir mehr technisches Training gew&uuml;nscht. Man hat z.B. auch sehr wenig vom Schauspiel und Medientraining gezeigt. <\/p>\n<p><b><br \/>\nWie sah das Medientraining denn aus? <\/b><\/p>\n<p>Der Dozent hat uns analysiert, ob wir Bandtypen sind. Er sagte zu mir: &#8222;Du bist ein flei&szlig;iger Arbeiter, der immer seine Hausaufgaben macht. Du bist aber auch v&ouml;llig unauff&auml;llig, farblos, &uuml;berhaupt nicht sichtbar und &uuml;berhaupt kein Bandtyp.&#8220; Und ich dachte mir: &#8222;Toll! Also der graue Fleck am Fernseher, das bin ich, f&uuml;r alle die das noch nicht gemerkt haben!&#8220; Ich wei&szlig; noch, das Souzan und Cecile damals nach seiner Analyse so fertig waren, das sie das Haus verlassen wollten. Wir dachten uns, wenn der Mensch mitbeurteilt und entscheidet wer in die Band kommt, dann k&ouml;nnen wir ja alle nach Hause gehen. Nach seiner Meinung waren wir alle keine Bandtypen. <\/p>\n<p><b><br \/>\nDas klingt anstrengend&#8230; <\/b><\/p>\n<p>Dazu kam der allgemeine Psychodruck, da gehen die Nerven irgendwann mit Dir durch und man war hypersensibel. Wir waren alle sehr empf&auml;nglich f&uuml;r Stimmungsschwankungen. Dazu kamen die manchmal falschen Informationen von au&szlig;en, z.B. man habe uns angeblich nackt beim duschen gezeigt. Der Chef der Produktion hat die Stimmung schlie&szlig;lich wieder bes&auml;nftigen k&ouml;nnen und uns beruhigt. Wir sollten uns nicht so sehr von au&szlig;en beeinflussen lassen, das diese Ger&uuml;chte nicht stimmen und das wir versuchen sollten  uns weiter auf die Ausbildung zu konzentrieren, sagte er zu uns. Aber je l&auml;nger wir in der &#8222;Fame Academy&#8220; waren, umso angespannter wurde die Situation. <\/p>\n<p><b><br \/>\nUnd diese anstrengende Zeit ist fast ein Jahr her, lass uns &uuml;ber Deine Zukunft reden. Welches Ziel m&ouml;chtest Du nun erreichen? Wie geht es mit Dir weiter? <\/b><\/p>\n<p>Mit Uwe und seinem Rostocker Hof wird es eine weitere, sehr gute Zusammenarbeit geben. Mit seiner Gastronomie finden bald gro&szlig;e, bauliche Ma&szlig;nahmen statt. Wir wollen eine B&uuml;hne etablieren und einen Zuschauerraum f&uuml;r 100 Personen. Dort finden sp&auml;ter verschiedene Themenabende statt und nicht nur meine Swingabende. Wir sind in Ludwigslust dabei, eine Kleinkunstb&uuml;hne aufzubauen, mit dem Einzugsgebiet bis Schwerin. Das gibt mir die M&ouml;glichkeit wieder mit vielen Kollegen aus den unterschiedlichen k&uuml;nstlerischen Bereichen zusammen zu arbeiten. <\/p>\n<p>Auch mein Bruder Tobias, der sehr viel choreographiert, wird dort auftreten. Es wird auf jeden Fall ein gro&szlig;es Projekt, es gibt bereits Gespr&auml;che mit Reiseunternehmen. Und der B&uuml;rgermeister von Ludwigslust findet das nat&uuml;rlich auch ganz toll. <\/p>\n<p>Es ist nat&uuml;rlich ein gro&szlig;es Gl&uuml;ck, das Uwe und ich uns getroffen haben. Wir profitieren beide davon, er wirtschaftlich und ich k&uuml;nstlerisch. Uwe &uuml;bernimmt die Promotion und die Managert&auml;tigkeit, w&auml;hrend ich f&uuml;r die k&uuml;nstlerische Seite verantwortlich bin. <\/p>\n<p><b><br \/>\nLieber Danilo Galke, wir von <a href=\"http:\/\/www.events-und-trends.de\" target=\"_blank\">www.events-und-trends.de<\/a> w&uuml;nschen Dir und Uwe nat&uuml;rlich weiterhin viel Gl&uuml;ck f&uuml;r die Zukunft. Es hat viel Spa&szlig; gemacht, sich mit Dir zu unterhalten. <\/b><\/p>\n<p>An dieser Stelle m&ouml;chte ich noch mal erw&auml;hnen das es weitere Informationen bei <a href=\"http:\/\/www.danilogalke.de\" target=\"_blank\">www.danilogalke.de<\/a> gibt ( kleiner H&ouml;rtipp ist dort die Rubrik SONGS ) und unter <a href=\"http:\/\/www.rostocker-hof.com\" target=\"_blank\">www.rostocker-hof.com<\/a> <\/p>\n<p>Interview by Olaf Demmerling <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&#8222;Tief in Deinem Inneren wei&szlig;t Du doch eigentlich was Du werden m&ouml;chtest. 90% aller Menschen machen nicht das was sie wirklich wollen und sind daher ungl&uuml;cklich. 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