Punkt 19 Uhr begann “Die Kleine Tierschau” mit ihrem Programm. Vor begeistertem Publikum zeigten die drei Herren Gaedt, Mantel und Schulig unter andem ihre Kochkünste. Dass ein Hummer erst nach zwanzigmaligem Aufwärmen gut genug für das Lufthansa-Essen ist und andere Kochtipps waren sicher dem einen oder anderem Zuschauer neu.
Große Begeisterung auch, als plötzlich der Frontmann – so wie Gott ihn schuf – auf der Bühne stand. Eine Dame aus dem Publikum hatte hier die beste Aussicht, da sie kurz zuvor auf die Bühne geholt wurde. Als “Belohnung” bekam sie zum Abschluss die obligatorische Plastiktüte, “die jeden Aldi Einkauf zum Erlebnis macht und neidvolle Blicke auf sich zieht”.
Dass Spass haben “out” und schlecht drauf sein “in” ist, konnten die Zuschauer durch entsprechende “Büttenreden” sowie Lieder, wie unter anderem “Do worry, don’t be happy” und “Blöd ist es auf der Welt zu sein” erfahren. Auch entsprechende Artikel, wie z.B. schwarze Konfetti wurden zum Kauf angeboten. Allerdings schien hier von Publikumsseite kein allzugroßer Bedarf zu bestehen, auch wenn die Aufforderung kam, doch bitte das Konfetti nicht “mitgehen zu lassen”, da die Herstellung mit dem Edding doch sehr aufwendig sei.
Ein Verkaufsflopp war auch der Whirlpool, den die “Kleine Tierschau” zum Verkauf anbot. Auch dass alle drei mehr oder weniger nackig darin verschwanden, um den potentiellen Käufer durch probebaden die Vorzüge aufzuzeigen, war nicht wirklich hilfreich. Nach dem jetzigen Stand unserer Informationen sind die restlichen 1900 Stück ebenfalls noch nicht an den Mann gebracht worden.
Um so größer der Erfolg beim “Adult”-Hipp-Hopp. Gekonnt wurde gezeigt, dass die Musikrichtung nicht nur ei pupertierenden Jugendlichen, sondern auch bei erwachsenen “Schwoba” gut ankommen kann.
Die Tanzeinlagen, sowie ein nettes Flötenspiel entführten das Publikum dann nach Indien. In entsprechenden Kostümen fegten die drei über die Bühne. Auch als Uwe, ein weiterer “freiwilliger” Kandidat aus dem Publikum, die Turbanmaschine testen durfte, hatten sie die Zuschauer voll in ihrem Bann. Nach eindrichglicher Warnung, dass in den ersten Reihen mit dem Mageninhalt der Testperson gerechnet werden müsse, durfte dieselbige auf dem Stuhl platznehmen. Doch auch nach mehreren Umdrehungen und dem schließlich fertig gewickelten Turban machte Uwe noch eine gute Figur.
Nachdem er “seine” Plastiktüte erhalten hatte, bekam er noch die Erlaubnis den Turban bis Ende der Show aufbehalten zu dürfen. Die einzigen Auflagen hierfür waren: Er musste sich mit seinem “Hintersitzer” absprechen und ganz brav sein. Das dürfte für ihn allerdings kein Problem gewesen sein, da die Show hiermit praktisch schon am Ende war.
Alles in einem ein gelungener Auftritt, der nicht nur eingefleischten Fans sicher sehr gut gefallen haben dürfte. Leider blieb keine Zeit für Zugaben, da knapp eine Stunde später die Gruppe INXS auftrat, die dem Publikum mit ihren Songs so richtig einheizte.
Bericht: Sonja Christe
