
Autor:
Renata Zelger
Ersterscheinung:
April 2004
Genre:
Eposroman
Verlag:
Aufbau Taschenbuch
Story:
Es ist die Geschichte einer Frau, die für ihre Heimatstadt alles opfern würde. Sie berichtet von ihrer ersten Liebe, von dem Alltag während des Krieges und von verbotenen Gefühlen. Sie gibt einen neuen Blickwinkel auf den 10-jährigen Krieg vor den Mauern Trojas.
Kassandra, die die Geschichte erzählt, ahnt was sich in dem hölzernen Pferd vor der Stadt verbirgt, sie ahnt auch wer Kissia, die Geliebte ihres Vaters, wirklich ist. Doch niemand schenkt ihr Glauben und sie sieht ihrem eigenen Ende ins Angesicht. Sie sieht wie geliebte Menschen sterben und sie sieht wie ihre eigene Zukunft langsam zerstört wird.
Egal welchen Kampf sie auch verliert, einen Kampf möchte sie gewinnen und zwar den Kampf gegen den Feind in den eigenen Mauern – Kissia.
Kritik:
Die Geschichte um den trojanischen Krieg ist so alt wie die Geschichten um den Weihnachtsmann. Doch Renata Zelger schafft mit ihrem Buch eine ganz andere Sichtweise. Sie schildert das Leben eines normalen Mädchens, dass die Liebe für sich entdeckt und sich dem ersten Mann öffnet.
Durch die fiktive Gestalt der Kissia setzt Renata Zelger ihrer Hauptfigur einen gleichstarken Gegner gegenüber. Ein Kampf um Troja, der dieses Mal nicht nur unter den Männern stattfindet, beginnt.
Das Buch handelt nicht nur von Schlachten und Toten, wie die meisten Geschichten um diesen Krieg, sondern eben wirklich über ein Leben zu dieser Zeit. Natürlich ist der Grundbaustein in der Geschichte verarbeitet und auch die Personen sind die selben wie in der Sage, aber man begegnet auch neuen Personen. Dadurch wird das Buch spannend, denn diese Gefühle und Situationen zwischen diesen Personen sind nachvollziehbar und haben ganz und gar nichts mit den lieben Göttern zu tun. Denn hier handelt es sich um einen Zickenkrieg und um den Krieg mit den eigenen Eltern, der zu mehr Freiheit führen soll.
Für Menschen, die sich ein wenig für die griechischen Sagen interessieren und für diese, die Geschichten über starke Frauengestalten lieben, ist diese Buch ein echter Geheimtipp. Aus diesem Grund gibt es auch von uns die volle Punktzahl:
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Bericht: Adriane Haußmann

