Hoobastank – Bochum, Zeche, 22.10.04

Hoobawer? Hoobawas? Hoobabubba? Das sind die typischen Reaktionen auf den Bandnamen Hoobastank. Ihren aktuellen Hit „The Reason“ kennt fast jeder, doch die Band selbst bewegt sich hierzulande noch in der Grauzone.

Gegründet haben sich Hoobastank als typisch amerikanische Highschoolband, damals noch unter dem Namen „Hoobustank“, Mitte der 90er Jahre in Agoura Hills, einen Vorort von LA. Ihr Livedebüt gab das Quartett im Sommer 1995. Bis zur Veröffentlichung des selbstfinanzierten Longplayers „They Sure Don’t Make Basketball Shorts Like They Used To“ (1998) spielt sich die Band sprichwörtlichen den Hintern ab. Doch die Unmengen an Livegigs lohnen: das Majorlabel Island/Def Jam Records signt die 4 und 2001 steht endlich das langersehnte selbstbetitelte Debutalbum in den US Plattenläden, das nicht zuletzt wegen der 2 Hits „Crawling in the Dark“ und „Running away“ Platinstatus erreichte.

Nun, im Jahre 2004 ist endlich der vielversprechende Nachfolger „The Reason“ erschienen, um die Erfolgsstory der Südkalifornier fortzusetzen..

~So when you think it’s time

I’m ready for you~

Die Bochumer Zeche ist an diesem Abend restlos ausverkauft und die 1. Reihe wird komplett vom Zahnspangengeschwader besetzt. Brennend frag ich mich, ob es mehr von Hoobastank als „das eine Lied aus dem Radio“ kennt. Denn das balladenartige „The Reason“ ist doch eher untypisch für die Newnoise-Emo-Metal Combo. Oder liegt es vielleicht doch eher am „süßen Sänger“ Doug Robb, als am musikalischen Anspruch?! 😉

Support sind an diesem Abend die fantastischen Three Days Grace aus Toronto/Kanada, die der Menge knapp 45 Minuten einheizen. Mit dem powervollen Nu-Rock Sound, vergleichbar etwa mit Trapt, (nur um Lääääängen besser!) sind sie die perfekten Opener und ziehen das Publikum schon gleich beim 1. Song „Burn“ in ihren Bann. Highlight ist sicher die 1. Singleauskopplung aus dem selbstbetitelten Debut „(I hate) everything about you“ die den Abschluss bildet.

Nach kurzer Umbaupause betreten schließlich Hoobastank Punkt 21 Uhr die Bühne und legen sofort mit „Out of Control“ mächtig los, nur um danach mit „Just One“ noch einen Gang höher zu schalten. Die Akustik der Zeche ist an diesem Abend fantastisch, das Publikum hüpft und feiert ausgelassen, und auch die Band hat sichtlich Spaß auf der Bühne und steht der Menge bewegungstechnisch in nichts nach.

Spätestens bei „Running away“, der 2. Single des Debutalbums, zeigt sich, dass doch echte Hoobastank-Kenner im Publikum sind: die Fans übernehmen den Job von Sänger Doug Robb, lassen ihn für ein paar Minuten arbeitslos werden, während sie begeistert ganze Passagen dlauthals mitsingen. Es folgt „What happened to us“, welches anschließend nahtlos in „Remember me“ übergeht.

Schließlich kommt auch noch die 1. Reihe auf ihre Kosten: Bei „The Reason“ singt die ganze Halle, textsicher bis in die letzte Textzeile mit und die 1. Reihe gleicht einem Meer aus Feuerzeugen..*schmacht*

Einen kleinen musikalischen Leckerbissen haben die Jungs sich für den Schluss mit dem Cover von Cyndie Lauper’s 80er Jahre Hit „Girls just wanna have fun“ aufgehoben, der von Doug als „biggest metal song ever“ ankündigt wird. Humor haben die Amis also auch noch..=)

Den Abschluss des Sets bildete die ‚Halbballade‘ „Dissapear“ und Hoobastank verließen nach 75min purer Rock Show, aber leider ohne Zugabe die Bühne und ließen ein erschöpftes, aber sichtlich glückliches Publikum zurück.

~And I don’t know where this will lead

But in my life you need to be

Cause I need to say, „Hello again“~

Bericht: Daniela Falkenstein

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